In Annaberg ist am Mittwoch erstmals ein Skirennen des „Special-Olympics-Ski-Cup“ für Menschen mit mentaler Beeinträchtigung ausgetragen worden. Mehr als 30 Athlet:innen aus ganz Österreich waren mit vollem Einsatz dabei.
Erst zum zweiten Mal wurde der Cup überhaupt ausgetragen, im Vorjahr war er auf vier Rennen in der Steiermark beschränkt. Heuer finden dort nur zwei Bewerbe statt, die beiden anderen in Niederösterreich beziehungsweise Kärnten. Der Auftakt stand im steirischen Strallegg am 12. Jänner am Programm.
Insgesamt 33 Athlet:innen gingen an den Start, fuhren zwei Riesentorlauf-Durchgänge in sechs – nach Können eingeteilten – Leistungsklassen. In einer siebten Klasse traten jene Läufer:innen an, die beim ersten Rennen des Cups noch nicht mit von der Partie waren.
Mit dabei war bei bestem Kaiserwetter mit Luc Herrgott auch ein Sportler, der im März bei den Special Olympics-Weltspielen im italienischen Turin für Österreich antreten wird.
Symbolkraft hatte auch der Austragungsort: Gefahren wurde das Rennen auf der Mathias-Zdarsky-Strecke. Der Skipionier soll am Muckenkogel einst den allerersten Riesentorlauf überhaupt veranstaltet haben und gilt als Begründer der alpinen Skitechnik. „Der Zdarsky, wenn er das von oben beobachtet, freut sich sicher, dass wir hier auch mit den Special Olympics Rennen durchführen“, sagt Wolfgang Labenbacher, Präsident des Niederösterreichischen Landesskiverbandes.
Mit Sophie Willixhofer und Moritz Krems vom SC Mostviertel und Rainer Haumer von Special Olympics NÖ waren auch eine Athletin und zwei Athleten aus Niederösterreich dabei. Die Freude über das erste Rennen dieser Art in ihrem Heimatbundesland war groß – Willixhofer brachte es pragmatisch auf den Punkt: „Weil nach Schladming muss man sehr lange fahren.“
In Annaberg trainieren die niederösterreichischen Sportler:innen außerdem regelmäßig und können kostenfrei die Pisten und Lifte nützen, erklärt Skitrainer Florian Kogler, der gleichzeitig Vizepräsident von Special Olympics Niederösterreich ist: „Für uns ist es ganz toll, dass wir jetzt zum ersten Mal ein Rennen in Niederösterreich haben, am Heimhang. Wir haben hier perfekte Bedingungen, gerade weil wir hier auch kostenfrei trainieren können, was uns sehr entgegenkommt, da insbesondere der Skisport sehr kostenintensiv ist und so mehr Menschen mitmachen können.“