Vorfreude auf Saison voller Höhepunkte

In 16 Tagen startet die Weltcup-Saison 2025 im Klettern. Die Reise führt die Kletter-Asse nach China, vom 18. bis 20. April findet in Keqiao ein Boulder-Weltcup statt, Speed und Vorstieg folgen vom 25. bis 27. April in Wujiang. Mit dem Heim-Weltcup im Juni in Innsbruck und der Weltmeisterschaft im September in Seoul (KOR) warten zwei große Highlights auf die KVÖ-Athlet:innen. Die Vorfreude auf den Weltcup-Auftakt ist groß, Jakob Schubert wird verspätet in die Saison einsteigen.

Sechs Monate sind seit dem letzten Kletter-Weltcup Anfang Oktober 2024 in Seoul (KOR) vergangen. Während die nationale Saison mit den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Bouldern in Klagenfurt bereits Anfang März Fahrt aufnahm, beginnt in etwas mehr als zwei Wochen die IFSC Weltcup-Saison.

Erfolg verpflichtet

„Das vergangene Jahr war ein ganz besonderes für den Klettersport – speziell für uns als Kletterverband Österreich. Nach Tokio durften wir erneut zwei außergewöhnliche Athlet:innen zu den Olympischen Spielen nach Paris entsenden. Das war bereits an sich etwas Außergewöhnliches. Dass Jakob und Jessica dann auch noch Medaillen gewinnen konnten, war die sprichwörtliche Kirsche auf der Torte. Diese Erfolge waren beeindruckend – und sie bringen auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Der Erfolg verpflichtet, vor allem uns als Verband gegenüber unseren Athlet:innen“, sagt KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm.

„Unser Ziel ist es, die Erfahrungen und die positive Energie von Paris an die jungen Athlet:innen weiterzugeben. Gleichzeitig stehen wir vor großen strukturellen Aufgaben – vom Eventmanagement über interne Prozesse bis hin zur aktuellen Trainersuche. Auch da gibt es aktuell einige Veränderungen. Diese bringen Herausforderungen mit sich, aber ebenso Chancen.“

Schubert: „Denke nicht ans Karriereende“

Jakob Schubert, der in Paris wie in Tokio Olympia-Bronze gewinnen konnte, trat in den letzten Monaten kürzer. „Ich habe es in erster Linie sehr genossen, nach den Olympischen Spielen mal kurz eine Pause einzulegen. Mein Körper hat sich ein wenig erholen können – das war wichtig. Gleichzeitig hatte ich mit einer Entzündung zu kämpfen, es hat einfach die Spannung etwas ausgelassen. Aber ich hatte ohnehin vor, den Herbst hauptsächlich am Felsen zu verbringen. Das habe ich dann auch getan – ich war viel auf Mallorca unterwegs. Danach ging’s weiter nach Frankreich, wo ich begonnen habe, an einer der neuen 9c-Routen zu arbeiten. Die Route ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe das Projekt zumindest gestartet.“

Den Weltcup-Auftakt in China lässt der 34-jährige Innsbrucker aus, aller Voraussicht nach wird er vor heimischer Kulisse ins Geschehen einsteigen – beim IFSC Climbing World Cup Innsbruck 2025 im Juni. In diesem Jahr wird er sich auf seine Spezialdisziplin Vorstieg fokussieren. „Fakt ist: Ich bin immer noch genauso motiviert wie vor 15 Jahren. Ich habe nach wie vor riesigen Spaß am Klettern – deshalb denke ich momentan überhaupt nicht ans Karriereende. Da muss sich also niemand Sorgen machen. Wichtig ist vor allem, dass ich gut auf meinen Körper achte. Das ist mit zunehmendem Alter natürlich die größte Herausforderung. Letztlich ist das Alter ja nur eine Zahl – aber man muss sich eben mehr um seinen Körper kümmern und gezielter trainieren. Solange ich das im Griff habe, bin ich auf jeden Fall noch lange motiviert.“

Vorfreude auf zahlreiche Highlights

Den Boulder-Auftakt in Keqiao nehmen Lea Kempf, Sandra Lettner, Raffael Gruber, Jan-Luca Posch, Timo Užnik und Julian Wimmer in Angriff – Durchschnittsalter 21,5 Jahre. „Es wird richtig spannend zu sehen, wie sich die jungen Athlet:innen entwickeln. Einige konnten bereits ihr Potenzial zeigen – jetzt bleibt abzuwarten, ob sie das auch auf internationalem Niveau abrufen können. Sie bringen auf jeden Fall frischen Wind ins Team, sind hochmotiviert und freuen sich über jede Startmöglichkeit, die sie bekommen. Man merkt, dass sie auf einem sehr guten Weg sind – sie haben sich in kurzer Zeit stark verbessert. Für sie geht es vor allem darum, wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, sagt KVÖ-Nationalcoach Katharina Saurwein.

Jessica Pilz wird eine Woche später beim Lead-Weltcup in Wujiang in die Saison einsteigen und sich ihren Fokus auf ihre Paradedisziplin legen. Neben ihr sind im Vorstieg Julia Fiser, Eva-Maria Hammelmüller, Flora Oblasser, Mattea Pötzi und Stefan Scherz am Start.

Die Höhepunkte der Saison sind klar definiert: Im Juni wird Innsbruck zum Kletter-Hotspot, zunächst finden am 19. Juni im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Vorstieg und Speed statt, in der Folgewoche steigt der IFSC Climbing World Cup Innsbruck (23. bis 29. Juni). Mit den World Games in Chengdu im August und der Kletter-Weltmeisterschaft in Seoul (KOR) vom 20. bis 28. September stehen zwei internationale Großereignisse an.

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