Sprung ins Glück

Ob Turm oder Brett, Einzel oder Synchron – Anton Knoll ist im jungen Alter von 18 Jahren eine feste Größe im Wasserspringen – sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Für seine Erfolge hat der Wiener hart gearbeitet und denkt gar nicht daran, jetzt damit aufzuhören.

Sein Weg an die Spitze des Wassersprung-Sports begann früh: Mit gerade einmal drei Jahren – und Schwimmflügeln an den Armen – bestritt er ein erstes Probetraining. Sein Talent war schon damals unbestreitbar. Ein Jahr später startete die sportliche Laufbahn. „Ich kann mich noch erinnern, dass ich bereits früh eine Begeisterung für den Wassersport hatte. Zu Anfang bin ich allerdings nicht einmal vom 3-Meter-Brett gesprungen, da war der Respekt vor der Höhe doch noch etwas zu groß“, scherzt er.

Tief fallen und hoch gewinnen ist der Schüler mittlerweile gewohnt. Vom Turm und im Synchron-Bewerb kürte er sich im letzten Jahr bei den Sport Austria Finals zum Staatsmeister. Diese Titel gilt es in diesem Jahr zu verteidigen: „Für die Finals habe ich ein konkretes Ziel: Ich will gewinnen!“, verrät er kurz und knapp.

„Auf einer Wellenlänge“

Im Synchron-Bewerb wird Knoll mit seinem langjährigen Partner Dariush Lotfi an den Start gehen – das Ziel der Wasserspringer ist klar: Titelverteidigung. „Dariush und ich sind mental auf einer Wellenlänge, haben dasselbe Mindset und können uns super aneinander anpassen. Wir ergänzen uns einfach gut. Im Synchron-Bewerb ist das der springende Punkt: Teamwork makes the Dream work!“

Etliche Stunden werden in das gemeinsame Training investiert. Für Knoll ist das jedoch nicht der Schlüssel zum Erfolg: „Unsere ausgezeichnete Chemie hat nichts mit dem gemeinsamen Training zu tun, das passiert außerhalb vom Bad – wir sind mittlerweile gute Freunde geworden. Natürlich profitieren wir auch von unserer ständigen Kommunikation und arbeiten insgesamt gut zusammen. Er hilft mir in gewissen Bereichen und ich helfe ihm in anderen – das ist wie ein Puzzle, bei dem alles zusammenpasst!“, so der Wasserspringer.

Große Bühne für großen Sport

Von 7. bis 11. Juni 2023 verwandelt sich Graz zur Sporthauptstadt des Landes und feiert bereits zum dritten Mal die größte Meister:innen-Party des Landes. Das Konzept überzeugt auch Knoll: „Für uns ist das eine super Gelegenheit, die Sport Austria Finals bieten unserem Sport eine große Bühne. In den letzten Jahren hatten wir viel mehr Zuschauer:innen als bei anderen Bewerben – das ist natürlich cool, weil man es auch am Turm spürt!“, freut er sich auf die größte Multisport Veranstaltung in Österreich.

Das ist aber längst nicht alles, was den 18-Jährigen an den Sport Austria Finals begeistert. Er schwärmt vom Gemeinschaftsgefühl unter den Sportler:innen: „Der Austausch mit den Athlet:innen aus anderen Sportarten ist jedes Jahr ein Highlight! Man muss eine spezielle Person sein, um Leistungssportler zu werden. Bei einem Event wie diesem trifft man so viele Gleichgesinnte – das hat durchaus einen verbindenden Faktor.“

Bis Juni will Knoll in absoluter Topform sein – dabei achtet er akribisch auf die Kleinigkeiten, die in der Endabrechnung den Unterschied machen. „Bis zu den Sport Austria Finals und den anschließenden European Games in Krakau-Malopolska wird in der Vorbereitung kein Detail ausgelassen, und nie ein Auge zugedrückt!“

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