Geplante „Leistungsexplosion“

Zwischen Gold, Viral-Hit und Olympia-Fokus. Samuel Maier ist auf dem Höhepunkt seiner bisherigen Karriere angekommen. Der 25-jährige Skeleton-Pilot aus Tirol krönte sich in dieser Saison erstmals zum Europameister und sorgte mit einem Video für weltweite Aufmerksamkeit. Über 45 Millionen Aufrufe und mehr als eine Million Likes machten das heimische Skeleton-Ass quasi über Nacht zum Social-Media-Phänomen. Das Echo halt auch Wochen danach noch immer nach. Auch wenn es in der Saison 2024/25 für Maier sehr viele sportliche Höhen gab, brachten aber auch die erlebten Tiefen viele Learnings für die bevorstehende Olympia-Saison.

„Das war ein Traum, der wahr geworden ist“

Für Samuel Maier war die Saison 2024/25 ein voller Erfolg – mit einem Höhepunkt, der noch immer präsent ist: Der Europameistertitel. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, sagt Maier und kann das Strahlen im Gesicht nicht verbergen. „Das ist die schönste Erinnerung und mein größter Erfolg bisher. Diese Medaille hat einen besonderen Stellenwert und die positiven Emotionen habe ich noch immer in mir. Sie geben mir Sicherheit und viel Kraft.“

Dass er nach dem Titelgewinn zum Social-Media-Star wurde, hätte Maier nie erwartet. Ein Video seiner Fahrt und seines euphorischen Zieleinlaufs wurde auf TikTok und Instagram zum viralen Hit. „Ich war total überrascht, als ich die Zahlen gesehen habe. Erst dachte ich, das ist ein Fehler. Aber die Rückmeldungen waren brutal positiv – auch für meine Sponsoren war das ein echter Gewinn. Natürlich habe auch ich stark davon profitiert“, erklärt der Rumer.

Die WM: Lehrstunde statt Triumph

Obwohl die Saison aus Sicht des 25-Jährigen sehr erfolgreich verlief, gab es auch Momente, die nicht nach Plan liefen. Bei der Weltmeisterschaft in Lake Placid (USA) blieb er hinter seinen Erwartungen zurück. „Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte. Aber es war trotzdem wichtig, daraus zu lernen. Ich kann da sehr viele Dinge mitnehmen, die mir in den nächsten Wochen und Monaten definitiv weiterhelfen werden“, meint Maier reflektiert.

Mit seinem Trainerteam hat er in den letzten drei Jahren viel investiert, um insbesondere den athletischen Bereich und den Start zu optimieren. „Wir haben uns bewusst entschieden, über drei Jahre hinweg das Fundament neu zu legen. Das war hart, aber es hat sich ausgezahlt“, erzählt Maier. Sein Team um Trainer Walter Hable und Franz Esterhammer habe den Fokus auf die biomechanische Präzision gelegt, was sich nun langsam auszahlt.

„Ruhe bewahren und weiterarbeiten“

Die vergangenen drei Jahre waren für den Skeleton-Piloten und sein Team eine Achterbahnfahrt – mit Rückschlägen, Zweifeln und der Frage, ob sich der eingeschlagene Weg lohnt. Doch der Europameistertitel und die gesteigerte Aufmerksamkeit geben ihm recht: „Wir haben eine harte Zeit in Kauf genommen, auch wenn die mentalen Herausforderungen von Rückschlägen nicht immer ganz einfach waren. Wir haben an den Weg geglaubt und haben heuer erstmals den Lohn eingefahren. Läuft es weiterhin nach Plan, wird die richtige ‚Leistungsexplosion‘ erst in der kommenden Saison passieren.“

Olympia 2026: Die richtige Balance finden

Mit den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo 2026 fest im Blick geht es für Maier nach einer kurzen Pause bald wieder ins Training. Der Fahrplan ist klar: Behutsam aufbauen, die richtigen Stellschrauben drehen und die Balance zwischen Athletik und Material finden. „Wir wissen mittlerweile genau, was uns guttut. Jetzt geht es darum, diesen Schwung und die Ruhe mitzunehmen.“

Auch die Teilnahme an den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien im Juni hat der 25-Jährige, wie schon im letzten Jahr, eingeplant. „Ich finde das Event mega lässig, das haben wir alle im letzten Jahr gesehen. Für uns es einfach wichtig, dass wir unsere Teilnahme gut planen und in unseren Trainingsplan integrieren. Der Anschub-Bewerb ist in einer Phase, in der wir voll im Training sind, aber der Sprint noch nicht im Fokus steht. In Hinblick auf die kommende Saison wollen wir natürlich kein Verletzungsrisiko eingehen“, erklärt Maier.

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